Freiheitsstatue & Ellis Island

Dank unserer frühen Ausschiffung von Queen Mary 2 hatten wir den größten Teil des Tages zur Erkundung übrig. Da ich mich entschlossen hatte, das Kleid auch für den Rest des Tages anzubehalten, war der passende Ort dafür der Besuch der Freiheitsstatue und Ellis Island. Auf dem Weg dorthin mussten wir an der neuen, futuristischen Station Oculus umsteigen. Die Tickets für die Fährfahrt zu den Inseln erhält man im historischen Gebäude von Castle Garden, die erste Empfangsstation für Einwanderer, die 1855 eröffnet wurde. Die Tickets für den Sockel und die Krone waren für den Tag ausverkauft, aber reguläre Tickets waren noch vorhanden. Als wir unsere Tickets kauften, schaute mich der Verkäufer einmal von oben nach unten an und sagte dann: „Do you want to go up?“ – Klar! Im nächsten Moment hielten wir Tickets für den Sockel der Statue in der Hand. Dann nahm der nette Securitymann uns an der Hand und führte uns an allen Schlangen vorbei und wir konnten schon die nächste Fähre zur Liberty Island besteigen – das hat uns eine Menge Zeit erspart.

Wir stiegen auf Liberty Island aus und besuchten nach einem kurzen Mittagessen den Sockel der Statue – von wo aus wir nochmal einen tollen Blick auf Queen Mary 2 im Hafen und die Skyline von Manhattan hatten. Vom Inneren des Sockels kann man durch ein Glasfenster von unten in die Statue hineinschauen – ein toller Blick! Während wir das Innere der Statue bestauten fragte mich einer der Ranger „Are you lost?“ – und meinte damit, ob ich in der Zeit verloren sei. Der kostenlose Audioguide ist ganz gut für einige Hintergrundinformationen.

Wieder an Bord der Fähre ging es weiter nach Ellis Island – die Insel der Tränen, wo das Schicksal von millionen Einwanderern entschieden wurde. Nachdem wir uns wiederum den kostenlosen Audioguide (aur Deutsch erhältlich) abgeholt hatten, spazierten wir in der großen ehemaligen Gepäckhalle umher und versuchten, die Einleitung zum Museum zu hören. Das war leider fast nicht möglich, da alle paar Minuten jemand ein Foto oder Selfie mit mir machen wollte. Der beste Moment war jedoch, als eine deutsche Touristin mich aufgeregt ansprach und fragte: „Sind Sie die Frau aus dem Fernsehen? Ich habe Ihr Kleid sofort erkannt!“ – ein fantastischer Moment! Der restliche Besuch des Museums verlief ähnlich wie die ersten Minuten – jedes Mal, wenn ich versuchte meinem Audioguide zuzuhören, fragte jemand nach einem Foto – oder schoss es einfach heimlich. Ich wurde auch des Öfteren gefragt, ob ich im Museum arbeite. Trotzdem kann ich sagen, dass das Ellis Island Immigration Museum einfach wunderbar ist – und wir hätten gern noch mehr Zeit darin verbracht, nur leider schließt es schon um 17 Uhr und die letzte Fähre nach New York fährt um 17:15 ab.

Als wir zurück am südlichen Zipfel Manhattan waren, sahen wir gerade, wie Queen Mary 2 ablegte und gen Atlantik fuhr – ein überraschend emotionaler Moment.

3 thoughts on “Freiheitsstatue & Ellis Island

  1. Ursula Howland sagt:

    We should make YOU a TV reality star. ;o)
    Ursula

  2. Klaus sagt:

    Habe Dich in der „Lokalzeit“ gesehen, fand die Geschichte deines Urgroßvater spannend, lese interessiert deinen Blog! Demnächst Reise ich erstmal nach Wuppertal. Alles was mit Geschichte zu tun hat, was in die heutige Zeit hineinreicht, finde ich spannend. Auch das Kleid! Toll.

    1. Sibylle sagt:

      Lieber Klaus,
      vielen Dank! Viel Spaß in Wuppertal!
      Beste Grüße aus Milwaukee

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *