Kansas City – Denver

Kansas City – Omaha
Um von Kansas City nach Denver zu kommen, konnte ich leider nicht wie Otto 1881 einfach direkt mit dem Zug fahren sondern musste per Greyhound Bus nach Omaha in Nebraska, um dort auf den „Califonia Zephyr“ zu treffen, der mich nach Denver bringen sollte. Währen des sieben stündigen Aufenthalts in Omaha ging ich etwas im alten Stadtviertel spazieren, aß leckere Spagtthi und setzte mich in ein Café, das bis 10 Uhr offen hatte, um etwas zu arbeiten.
Mein Zug fuhr erst um 23:05 abends, und so machte ich mich auf den Weg zur Station. Ich kam am alten Zugdepot vorbei, welches heute ein Museum ist und steuerte auf das große, helle Bahnhofsgebäude zu, nur um festzustellen, dass der heutige Bahnhof eine kleine, häßliche Hütte ein paar Meter nebenan ist. Die glorreichen Zeiten der Eisenbahn in Amerika ist vorbei, und das wird anhand des Bahnhofs von Omaha mehr als deutlich.

Die Präerie
Ich wachte früh morgens, ca. 1:3/4 Stunden vor der Ankunft in Denver auf, und als ich herausschaute hatte sich die Landschaft deutlich verändert. Ich war noch von der hügelligen Landchaft mit saftig grünen Wiesen und Bäumen in Missouri erstaunt gewesen, aber was ich jetzt sah, sah ich zum ersten mal: Die Prärie. Weit und breit eine recht flache Landschaft ohne jegliche Bäume, hier und da mal ein Busch oder ein Gewächs. Der sandige Boden mit wilden Gras schein halb trocken zu sein, plötzlich grasen ein paar Pferde auf der weiten Landschaft. Die Sonne steigt weiter in unserem Rücken, denn wir fahren ja gen Westen. Ich schaue nach vorne, und da tauchen Sie ganz zart am Horizont auf: die Rocky Mountains mit weißen Bergspitzen, die die flache Prärie zu durchschneiden scheinen. Jetzt weiß ich schon wieder nicht, warum ich so emotional bin, aber ich verdrücke eine Träne. Vielleicht ist der Anblick der Rockies ein Zeichen, das ich meinem Ziel, Bozeman, immer näher komme und irgendwie fühle ich mich ein bisschen wie ein Pinonier. Immer dichter kommen wir nach Denver, da sehen wir mehr Autos und Trucks und sogar ein paar Ölpumpen in der Landschaft.

Meine Freundin Katie, mit der ich gemeinsam im Master studiert hatte, holte mich am Bahnhof ab. Nachdem wir uns 3.5 Jahre nicht gesehen hatten, lagen wir uns weinend in den Armen!

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