Auf Wiedersehen Bozeman!

Dreineinhalb Wochen schienen viel Zeit, um Recherche über meinen Ururgroßvater zu betreiben und die Gegend zu erkunden. Aber wie immer war die Zeit zu kurz. Es gibt immernoch einiges auf meiner To-Do-Liste, was nur bedeutet, dass ich zurückkommen muss. Als ich vor so langer Zeit in Bozeman ankam, hatte ich keine Vorstellung, wie sehr ich beim Abschied weinen würde. Ich habe Bozeman und die wunderbaren Menschen hier so viel schneller und stärker in mein Herz geschlossen, als ich das für möglich gehalten hätte.

Als sich meine Zeit in Bozeman dem Ende neigte, hatte ich das Gefühl, dass meine Reise vorbei war und ich zurück nach Hause gehen würde. Ich war nach Bozeman gekommen und hatte den Ort gesehen, an dem mein Ur-Ur-Großvaters vor 135 Jahren gelebt hatte. Es kam mir vor, als sei meine Mission zu ende. Ich war auch emotional völlig erschöpft. Jedoch lagen noch dreieinhalb Monate – der Großteil meiner Reise – vor mir. Ich gebe zu, ich hatte mir schon überlegt, den Rest der Reise auszulassen und einfach in Bozeman zu bleiben.

Ich habe auch darüber nachgedacht, warum ich mich in Bozeman zu heimisch fühlte und die Faktoren, die den Unterschied zwischen einem Ort, den wir besuchen und einem Ort, an dem wir leben ausmachen.

Routine & Alltag

Einer der größten Faktoren ist die Routine – besuchen wir jeden Tag spannenden Touristen Highlights oder haben wir einen Alltag? Für mich war meine Routine die Recherche im Gallatin History Museum, wo ich sehr viel Zeit verbrachte und sogar meinen Kaffee in der Mitarbeiterküche bekam. Die andere Alltagsaktivität waren die Spiele mit der Bozeman Ultimate Frisbee summer league, welches sich wie das Training zuhause anfühlte.

Menschen

Ein andere großer Faktor sind die Menschen, mit denen wir unsere Zeit verbringen: sind das andere Reisende in den Hostels in denen wir schlafen oder bauen wir Verbindungen und Beziehnungen mit den Einheimischen auf (Ich meine, wirklich!). Ich hatte nicht nur die wunderbarste Gastfamilie, welche mich die gesamten dreieinhalb Wochen aufnahm (!), sondern baute auch Freundschaften mit den verschiedensten Menschen in Bozeman auf.

Sich auskennen

Normalerweise kann ich mich an neuen Orten schnell orientieren, aber wie gut ich mich am Schluss in Bozeman auskannte fühlte sich an, als hätte ich dort eine Weile gelebt.

 

Ich glaube nicht, dass ich die Bedeutung von meiner Zeit in Bozeman für die Reise beziehungsweise mein Leben ganz verstehe, aber ich habe das Gefühl, es wird groß.

One thought on “Auf Wiedersehen Bozeman!

  1. Loretta sagt:

    I’m glad you had a fantastic trip! Your blog and your journey was very interesting. I didn’t realize you were staying for so long. I found it very enjoyable reading, although I didn’t post very often. I had the chance to visit my paternal grandfather’s ranch where he worked 100 years ago this summer. My hubby drove us to Three Hills Alberta, and although not as huge as a trip as what you did, it was thrilling to visit and see where my grandpa lived so long ago, and I visited other areas where he lived, and where his first wife was buried, and the museums were wonderful too! I know you will have fond memories of your amazing trip.

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