Chicago-Kansas City

Ich verließ Chicago am 29. Mai in einem weiteren Amtrak Zug, dem Southwest Chief mit Ziel Kansas City. Nur wenige Minuten außerhalb von Chicago entfaltete sich der mittlere Westen. Weite Landschaften mit sattgrünen Gräßern und Bäumen, wunderschöne weiße Farmhäuser und rote Scheunen gaben mir das Gefühl, auf dem Weg in den Westen zu sein. Es war zudem ein wunderschöner sonniger Tag mit perfekten Schäfchenwolken. Zu meiner Überraschung sah ich einige Windräder und Windparks entlang der Strecke.

Schon bald nachdem wir Chicago verlassen hatten, ging ich zur Observer Car, um ewas zu arbeiten. Die Observer Car ist sehr viel heller und verfügt über Tische, an denen man mit dem PC besser arbeiten kann. Wir kamen in Galesburg an, wo wir zwar nur kurz hielten, aber es reicht für mich, aus dem Zug zu springen und ein Selfie mit dem Schild zu machen. Otto musste hier eine Nacht auf der Holzbank im Wartesaal verbringen, da er einen Zug verpasst hatte. Kurze Zeit später passierten wir den breiten Mississippi.

Zugfahren ist im Vegleich zum Flugzeug und zum Auto nicht nur großartig, weil man Distanzen und Landschaften anders wahrnehmen kann, sonder vor allem, weil man tolle Leute trifft. Ich hatte viel Glück mit meiner Nebensitzerin Sandy aus Kansas City, mit der ich mich viel unterhalten und gelacht habe. Man trifft im Zug aber auch auf Menschen, die man niemals im Flugzeug und natürlich auch nicht im Auto treffen würde, wie zum Beispiel die Amish. Ich hatte großes Glück, eine großartige Amish Familie aus Missouri zu treffen, die mich zu einer einer einmaligen Lebenserfahrung einluden.

Wir erreichten Kansas City am Abend, und der Bahnhof glich eher einer Kathedrale. Der Bahnhof ist jedoch ein Relikt einer längst vergangenen Zeit. Nur ein paar wenige Gleise hinter dem Bahnhof werden noch genutzt, das Bahnhofsgebäude selbst wird von einigen Firmen und Vergnügungsangeboten genutzt. Dann holte mich meine Gastgeberin Carolin ab, der Schwester einer Schulfreundin, mit der ich 2007 Abitur gemacht hatte!

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