9/11 Memorial

Wir entschlossen uns, das 9/11 Memorial und das Museum zu besuchen. Nach einem Download der Audio-Guide-App (auf Deutsch) im freien WLAN starteten wir die Tour – und hinab ging es in den Untergrund. Über eine große Rampe geht es abwärts und das erst, was man sieht, ist die dicke Betonmauer, welche das Wasser des Hudson abhält und die Twin Towers stabilisiert hat. Weiter unten ist die Treppe ausgestellt, welche vielen Menschen das Leben gerettet hat, man geht daneben auf einer normalen Treppe hinunter. Nun ist man auf dem untersten Level des Museums, und hier wird die Struktur des Museums klar. Man steht plötzlich unter den zwei rießigen Wasserbecken des Memorials, welche man an der Oberfläche besichtigen kann. Die Überreste der Stahlträger sind hier im Boden noch zu sehen, welche einst die massiven Türme hielten und nun nur noch als flache Vierecke den Grundriss markieren.

Es gibt zwei Ausstellungshallen, jeweils eine unter einem Wasserbecken des Memorials, und drum herum sind verschiedene Ausstellungsstücke zu sehen. Zum Beispiel ein total zerstörtes Feuerwehrauto und einige verbogene Stahlträger aus verschiedenen Teilen der Türme. Auch der letzte Stahlträger, der in einer emotionalen Zeremonie nach den Aufräumarbeiten am Ground Zero abmontiert wurde, ist hier zu sehen. Die Gallerie unter dem Wasserbecken des Südturms zeigt Portraits aller Opfer des 11. September und man kann Geschichten über sie hören, welche von Freunden und Verwandten aufgenommen wurden. In diesem Bereich darf man aus Respekt keine Fotos machen. Unter dem Wasserbecken des Nordturms, nimmt einen die Ausstellung zurück zum 11. September und rekapituliert jeden Aspekt und jedes Geschehniss des Tages präzise. Für mich war dieser Teil besonders emotional, da die Bilder und Videos den Tag wieder aufleben lassen und ich erinnere mich noch, wie ich an jenem Tag von der Schule heimkam und den Rest des Tages diese Bilder im Fernsehen sah.

Ich muss sagen, das Museum ist wunderschön und respektvoll designed und ich glaube, dass es ein schöner Ort der Erinnerung ist. Die ganze Zeit des Besuchs hatte ich ein etwas komisches Gefühl, in einem Museum über ein Geschehniss zu sein, welches ich selbst miterlebt habe. Auch dass die Überreste der Stahlträger im Boden ausschauen wie eine Archäologische Ausgrabung trägt dazu bei. Ich erinnere mich auch noch, wie ich 2005 am Ground Zero war – damals noch ein großes Loch im Boden.

Memorial Website: www.911memorial.org

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