1881: Umzug zu Familie Kopp

Am nächsten Tage, Sonntag, den 18. Dezember feierte die junge Frau ihren Geburtstag. Schon früh machte ich mich auf den Weg zur Stadt, wo ich ein silbernes Besteck und ein halbes Dutzend silberne Teelöffel einkaufte, um sie Frau Gottschalk als Geburtstagsgeschenk zu überreichen. Mit Familie Kopp und Frau Spieth fahre ich gemeinsam zur Farm zurück. Nachmittags kommt der Brauer und auch Rudolf Wolferts mit einem Geschenk, so daß der Geburtstag in frohem Freundeskreise gefeiert wird.

Montag vormittag spannt Gottschalk den Schlitten an, wir fahren alle zur Stadt, wo wir beim Brauer zu Mittag geladen sind. Den Nachmittag verbringen wir bei Kopp, mit dem ich verabrede, noch in dieser Woche zu ihm überzusiedeln, um in seinem Geschäft tätig zu sein. Nachdem ich noch einige Tage auf der Farm zugebracht, wo ich im Hause u.a. den Anstrich des vorher tapezierten Schlafzimmers besorgte, fahre ich am 22. Dezember mit Familie Gottschalk und meinem Bruder zur Stadt, um bei Kopp Quartier zu nehmen. Dessen Wohnhaus liegt etwas abseits der Hauptstraße. Es besteht auch nur aus zwei Räumen, Küche und Schlafzimmer, ohne Flur. Von der Küche führt eine Treppe in den über beiden Zimmern liegenden Speicher, dort ist mein Bett aufgestellt. Das Geschäftslokal hat Kopp an der Hauptstraße, einen Metzgerladen mit einigen dahinter liegenden Arbeitsräumen, während sein Schlachthaus sich fast eine halbe Stunde außerhalb, auf dem Wege zur Farm hin, befindet.

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