1881: 19 Bärenfelle

An dem darauf folgenden Sonntag, 27. November, kommt Familie Kopp mit ihrem einjährigen Söhnchen zur Farm, nebst Rudolf Wolferts, bald darauf auch der Brauer Spieth mit seiner Familie, sodaß die Wohnstube kaum die Gäste fassen kann.

Die nächsten Tage arbeite ich abwechselnd in der Gerberei und im Wohnhause. Am 1. Dezember fahre ich mit dem Farmer zur Stadt, wo ich für zwei Bärenfelle und ein Löwenfell als Gerberlohn siebzehn Dollars einkassiere. Am nächsten Tage gibt es eine Neuigkeit: Oberst Picket ist mit 2 Mann und 8 Pferden von einer dreimonatlichen Jagd auf Bären zurückgekehrt und macht uns einen Besuch; eine große, hagere Erscheinung mit langem weißen Vollbart und interessantem, energischem Gesichtsausdruck. Nicht weniger als 19 Bärenfelle hat er heimgebracht, die nun mein Bruder gerben soll. Eine besondere Würdigung, ja Bewunderung erwecken die Leistungen des alten Bärenjägers, als er siebzehn Bären mit je einem Schuß erlegt hat. Seine beiden Begleiter waren lediglich als Koch bzw. Packer für ihn tätig.

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